
Herzlich Willkommen
im bunten Haus
Ankommen - Durchatmen - Auftanken
Willkommen im bunten Haus.
Mitten in der Nacht wache ich auf, zwischen verstrickten Träumen und raschelnden Hirse Kissen. Kein Strassenlärm oder Sirenen kreischen hat mich geweckt, sondern die Tiefe der Stille die mich sanft umgibt. Verschlafen drehe ich mich auf die rechte Seite und versinke wieder ins Land der Träume.
Es ist schon hell draussen stelle ich fest, als ich später vom Kaffee-Duft wach werde, welcher unter meiner Türe hindurch zieht. «Wie spät es wohl ist?» frage ich mich. Nur um mich gleich darauf zu besinnen, dass ich heute nirgends hin heilen muss. Ich darf nur auf mich selbst hören, «Bin ich schon bereit aufzustehen?»
«Stille ist nichts für Feiglinge.» begrüsst es mich, auf meinem Weg zum Badezimmer, eingerahmt von der Wand. Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. «Tatsächlich.» denke ich mir, während meine nackten Füsse über die Flusssteine der Emme im Badezimmer trippeln.
Die Wahl der Tassen fällt nicht leicht. Denn jede einzelne birgt ein Kunstwerk in sich, welches ich gerne betrachten möchte. Meine Gedanken spiegeln sich im Tee, so wie die Blätter der Weide unter der ich meine morgendlichen Gedanken wandern lasse. Bis die kleine Alani auf ihren grauen Samt Pfötchen vorbei streunt und mich für eine ausgiebige Spiel und Kuschel-Einheit vereinnahmt.
Gestern noch hatte sich in mir die ganze Hecktick der Stadt aufgebäumt, ich erinnere mich leise. Lasse meinen Blick von meiner Kaffeetasse über den Mönch und die Jungfrau am Horizont schweifen. Meine Aufmerksamkeit bleibt an Pippi Langstrumpfs Kopf hängen, der mich vom holz Zaun aus angrinst. «Ich mache mir die Welt wie-de-wie-de wie sie mir gefällt...» beginnt es in meinem Kopf zu summen.
«Go for it. Hold the vision trust the process.» lächelt es mich von derselben Wand über der Treppe an. Diesmal steige ich sie empor. Das knarzende Holz under meinen Füssen begleitet den Satz musikalisch. «Vielleicht, ja wirklich.» wage ich zu denken.
Die Lust zu töpfern scheint sich ganz selbstverständlich in meinem Bewusstsein eingenistet zu haben. Während meine Finger über eine Handvoll Bücherrücken streichen die ich alle gerne lesen möchte. «Oh ja, Rituale über die Raunächten würde ich auch gerne anbieten.» höre ich Nicole hinter mir, während ich das passende Buch dazu aufschlage. Eine Welle von Inspiration schlägt mir entgegen.
Unterm Dachstock öffnen sich die Türen zum Universum. Grüne Pflanzen füllen den Raum zwischen der Nähmaschine und der Töpferscheibe. Der Webstuhl wartet geduldig darauf bis jemand kommt und weiter webt. Der lange Tisch an meiner rechten Seite kann es kaum erwarten wieder in einem kreativen Chaos zu versinken. Einen Moment lang stehe ich still in Mitten all dieser Möglichkeiten. «An was für einen wundervollen Ort mich das Leben hier gebracht hat.» denke ich und stelle fest, das ich ganz hier und jetzt angekommen bin.
Eindruck eines Gastes, Francesca, reisende.


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Ich biete dir einen sicheren Raum um deine traumatisierenden Erlebnisse mit Menschen zu teilen. Es wird in einem kleinen und intimen Rahmen stattfinden (max. 5 Personen) Konstruktive und klärende Gespräche können sehr heilsam sein.
Jeden letzten Freitagabend um 19:30 im bunten Haus
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